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Frühere Lehrveranstaltungen

Hier finden Sie die vom ILZ organisierten Lehrveranstaltungen der letzten Semester.

Wintersemester 2016/2017:

Facetten des Bösen – lateinamerikanische Erfahrungen
Interdisziplinäre Ringvorlesung des ILZ
 

Beginn: 02.11.2016, Mittwochs, 18 - 20 Uhr
Hörsaal: IX
Organisation: Dr. Antje Gunsenheimer, Prof. Dr. Michael Schulz, Dr. Monika Wehrheim
 

Das Böse hat viele Facetten, Gesichter, Fratzen und Formen. Lateinamerika ist ein Kontinent mit vielfältigen Erfahrungen des Bösen - in seiner Geschichte und Gegenwart: Gewaltherrschaft in präkolumbianischen Imperien, Brutalität der Eroberung, soziale und ökonomische Verwerfungen, ethnische Konflikte, Diktaturen, Guerilla, Drogenkriege, Korruption, Umweltzerstörung, etc. Will man die Varianten des Bösen wissenschaftlich erforschen und aufarbeiten, empfiehlt sich ein interdisziplinärer Ansatz, der deshalb in der Ringvorlesung mit Vortragenden aus unterschiedlichen Disziplinen aufgegriffen wird.
 

Hier das Programm:
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"Flucht und Migration in Lateinamerika"
In der Vorlesungsreihe Lateinamerikanische Perspektiven
 

Der Eintritt ist frei.
Organisation: ILZ (ausgeschrieben) und VHS Bonn
Ansprechpartnerin: Dr. Antje Gunsenheimer
 

• Montag, 26. September 2016, 18:15 Uhr, Abteilung für Altamerikanistik, Oxfordstr. 15, 1. OG
PD Dr. Eva Kalny
Migration in und aus Zentralamerika: Ursachen, Charakteristika und Folgen
Ähnlich wie in Europa ist auch in den USA Migration ein zentrales Thema in Wahlkämpfen und nationaler Politik. Über die große Anzahl zentral-amerikanischer Minderjähriger, die im Sommer 2014 in den USA ohne ihre Familien ankamen, wurde auch in den europäischen Medien berichtet. Der Vortrag zeigt die Gründe dieser Migrations- und Fluchtbewegungen auf und setzt sie in historischen und regionalen Kontext.

• Montag, 14. November 2016, 18.15 Uhr, Zentrum für Entwicklungsforschung, Walter-Flex-Straße 3
Prof. Dr. Eva Youkhana
Lateinamerikanische Migration nach Spanien
Die wirtschaftliche Krise in Europa trifft Spanien und damit auch seine Einwanderer besonders hart, denn sie sind in mehrfacher Weise, durch Arbeitslosigkeit, verschärfte Einwanderungsgesetze, die Auswirklungen der Hypothekenkrise, Rasismus und Xenophobie betroffen. Entgegen gängiger Diskurse, die Migrantinnen und Migranten häufig auf ihre Rolle als Opfer und passive Empfänger von Integrations-, Armutsbekämpfungs- und Abschottungsmaßnahmen reduziert, stellt Prof. Dr. Eva Youkhana die persönlichen Initiativen, Alltagspraktiken und Aushandlungsprozesse von Migrantinnen und Migranten an ausgewählten Orten im Einwanderungsland vor.

• Dienstag, 22. November 2016, 18.15 Uhr, Haus der Bildung, Mülheimer Platz 1
Prof. Dr. Nikolai Grube
Flucht und Migration im vorspanischen Amerika - Archäologie und ethnohistorische Quellen
Flucht und Migration haben schon das Leben der Menschen in der vorspanischen Zeit geprägt. Die durch Klimawandel veränderten Lebensbedingungen, Kriege, Naturkatastrophen, aber auch ökonomische Zwänge haben Menschen im Alten Amerika veranlasst, ihre ursprünglichen Wohngebiete aufzugeben und zum Teil über sehr große Distanzen zu fliehen um sich eine neue Heimat zu suchen.
Der in Deutschland führende Maya-Experte Prof. Dr. Nikolai Grube (Abteilung für Altamerikanistik der Universität Bonn) gibt einen Überblick über die Auslöser von Migrationsbewegungen. Als Grundlage dienen dazu Hinweise aus kolonialzeitlichen Schriftquellen, aus Texten und Inschriften der vorspanischen Zeit , archäologischen Befunden und sogar sprachwissenschaftlichen Daten.

• Montag, 28. November 2016, 18.15 Uhr, Haus der Bildung, Mülheimer Platz 1
Lena Voigtländer
Así no se puede vivir - Interne Vertriebene in El Salvador
El Salvador zählt mit seiner extrem hohen Mordrate zu den gefährlichsten Ländern der Welt. Im kleinsten land Mittelamerikas können sich die Strukturen der organisierten Kriminalität nicht verstecken, die in fast allen Teilden des Landes territoriale Kontrolle ausüben. Personen und Familien, die von ihnen bedroht werden, müssen sich verstecken und ständig umziehen. Bisher begegneten die verschiedene Regierungen dem Phänomen vor allem mit Repression und Militarisierung. Sie taten wenig, um die ökonomischen, sozialen, politischen Umgleichheiten zu verändern, die der Gewalt zugrundeliegen. Die aktuelle Regierung hat das Problem der internen Vertriebenen anerkannt - jetzt müssen Taten folgen.
Lena Voigtländer ist Doktorantin an der Universität Bonn in der Abteilung Altamerikanistik. Sie stellt das Thema in seinem historischen Kontext dar und schildert die aktuelle Situation.

• Montag, 12. Dezember 2016, 18:15 Uhr, Abteilung für Altamerikanistik, Oxfordstr. 15, 1. OG
Eric Javier Bejarano Vargas
Das Zuhause auf der Schulter - Gewaltsame Vertreibung in Kolumbien
Mehr als fünf Jahrzehnte dauerte der bewaffnete Konflikt in Kolumbien. Er forderte unzählige Opfer, darunter Millionen von Vertriebenen, die ihr Land aufgrund der Gewaltausübung von bewaffneten Akteueren verließen. Ganze Familien mussten ihr Hab und Gut einpacken, sozusagen ihr Haus auf die Schulter binden, und einen Weg ohne sicheres Ziel einschlagen.
Eric Bejarano ist Sozialanthropologe und promoviert derzeit in Geschichte Lateinamerikas an der Universität Bielefeld. Er arbeitet zu den Akteuren und Praktiken in den Prozessen und Szenarien der sozio-politischen Verhandlungen von 1984-1994 in Kolumbien.
 


Sommersemester 2016:

 

Seminar des chilenischen Gastdozenten Prof. Dr. Javier Pinedo (Universidad de Talca)

Kant en Nueva Delhi y los Andes. Reflexiones sobre los conceptos de modernidad, postcolonialidad y subalternidad y su utilización entre los ensayistas indios y latinoamericanos de fines del siglo XX

Das Masterseminar findet vom 3.6. –26.6. 2016 jeweils Fr,16-19h und Sa, 9-12h im ÜR der Romanistik statt.
 

Beschreibung: En un primer momento el curso reflexionará sobre las características principales del proyecto
moderno (Aufklärung) y sobre su vigencia en la actualidad. En un segundo momento se presentará la situación de los países independizados a mediados del siglo XX y particularmente la India y sus dificultades para definir su futuro después de 300 años de Colonia Británica.
Se expondrá el pensamiento de algunos intelectuales indios (Ranajit Guha, Homi Bhabha, Gayatri Spivac, Partha Chatterjee) quienes apartir del concepto de subalternidad creado por Antonio Gramsci, levantaron propuestas metodológicas para interpretar la compleja realidad de un país como la India, por su multiculturalidad y sus desiguales niveles de desarrollo.
La metodología y los conceptos creados por los pensadores indios rápidamente se extendieron al mundo intelectual como una ventana para interpretar la situación de otros países y otras realidades sociales. Además, por el hecho de estar algunos de ellos viviendo en Inglaterra su difusión fue mayor. Más tarde, con la llegada de los Estudios subalternos a Estados Unidos su reconocimiento se hizo mundial.
En el caso latinoamericano, los estudios subalternos tuvieron una recepción rápida debido a varias
razones que habrá que analizar. El curso dará a conocer la situación intelectual de América latina en los últimos años del siglo XX y sus relaciones con el pensamiento surgido en India en tono a la postcolonialidad y subalternidad.

 


Seminar "Formen des Bösen - lateinamerikanische Perspektiven"

Veranstaltungsort: Universität Bonn, Abteilung für Altamerikanistik, Oxfordstr. 15, Raum 1.002
Beginn: 26.04.2016, Dienstags, 16 (c.t.) – 20 Uhr, 14-tägig
Moderation und Organisation: Dr. Antje Gunsenheimer, Prof. Dr. Michael Schulz und Dr. Monika Wehrheim

Inhalt: Das Böse hat viele Gesichter, Fratzen und Formen. Lateinamerika ist ein Kontinent, der in seiner Geschichte und Gegenwart mit vielfältigen Gestalten des Bösen konfrontiert ist: präkolumbianische Imperien, Eroberung, Gewalt, soziale und ökonomische Verwerfungen, ethnische Konflikte, Diktaturen, Guerilla, Drogenkriege, Korruption, Umweltzerstörung, etc. Will man die Varianten des Bösen wissenschaftlich erforschen und aufarbeiten, empfiehlt sich ein interdisziplinärer Ansatz.

Die Philosophie entwickelt, angeleitet von Paul Ricoeur, eine Phänomenologie und Hermeneutik des Bösen, wie es sich in präkolumbianischen Mythen, zentralen Texten der Kolonialzeit und in der Befreiungsphilosophie darstellt. Hier bietet sich geradezu die Zusammenarbeit der Altamerikanistik, Romanistik, Rechtswissenschaften und auch der Psychologie an, um das Phänomen in allen seinen Facetten zu erforschen.

Unter dem Stichwort „Formen des Bösen“ will das Seminar zudem aus der Perspektive der Kultur- und Gesellschaftswissenschaften die Trauma-Verarbeitung in Post-Konflikt-Situationen in lateinamerikanischen Staaten aufgreifen. Untersucht werden dabei die verschiedenen Verhandlungs- und Aufarbeitungsformen erlittener Gewalt in den Diktaturen des 20. Jahrhunderts.

Einen weiteren Schwerpunkt der Veranstaltung bildet der literatur- und kulturwissenschaftliche Ansatz, der das Konzept des Bösen diskursanalytisch untersucht. In den Schriften zu Entdeckung und Eroberung Amerikas stellt das Böse eine zentrale Kategorie dar, die zunächst im Dienste kolonialer Diskursivität steht, vielfach aber auch kolonialkritisch oder antikolonial gewendet wird. Auch in der neueren Literatur Lateinamerikas spielt das Böse in vielfältiger Weise eine Rolle. Zu denken ist hier etwa an den Diktatorenroman oder die Narcoliteratura.

Das Seminar führt in das interdisziplinäre Arbeiten ein. Zunächst stellt die Seminarleitung Themen in interdisziplinärer Vernetzung vor. In Anlehnung an die Panel-Struktur erschließen und diskutieren Referate und vorbereitete Erwiderungen der Seminarteilnehmer einzelne Facetten des Bösen. 


Wintersemester 2015/2016:

Megalopolen Lateinamerikas (Ringvorlesung)

Moderation & Organisation: Dr. Antje Gunsenheimer & Dr. Monika Wehrheim
Ort: Hörsaal VIII (dienstags 18-20 Uhr)

Wie funktionieren Riesenstädte? Wie sind sie entstanden? Wie erleben sie ihre Bewohner? Vor welchen Herausforderungen stehen Stadtplaner, Politiker, Sozialarbeiter, Kirchen, Institutionen und auch Hilfsorganisationen? Wie ist die Perzeption der Megalopole in der Kunst, Religion und in der Literatur?
Die Ringvorlesung will diese Fragen aufgreifen und beispielhaft an verschiedenen urbanen Zentren aus verschiedenen disziplinären Blickwinkeln beantworten. Beginnend mit der Darstellung urbaner Räume in präkolumbischen Gesellschaften, über die Entwicklung der kolonialen Stadt México zur zona metropolitana beschreiben die ersten Vorträge den Weg der ehemaligen urbanen Zentren zur heutigen Situation in Lateinamerika, in der im Jahre 2010 bereits fast 80% der LateinamerikanerInnen in Städten wohnten. Nach einem Einblick in die heutige Stadtforschung in Lateinamerika, thematisieren die nachfolgenden Vorträge die Herausforderungen und Probleme sowie Lösungsansätze aus der Perspektive der Stadtplaner, aus soziologischer Sicht, Sicherheitspolitiken und die Architekturkonzepte für Megastädte Lateinamerikas. Der Blick auf die Großstadt im Roman schließt den Ring aus der literarischen Perspektive.

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Wintersemester 2014/2015:

Buen Vivir - vom 'Guten Leben': Neue Perspektiven auf ein altes Thema (Ringvorlesung)

Moderation & Organisation: Dr. Antje Gunsenheimer & Dr. Monika Wehrheim
Ort: Hörsaal IX (mittwochs 18-20 Uhr)

Mit den Stichwort „gutes Leben“ (im Spanischen buen vivir bzw. vivir bien, auch la vida plena), verbindet sich in Lateinamerika die Diskussion um alternative wirtschaftliche, soziale und politische Gesellschaftsmodelle. Häufig werden in diesem Zusammenhang die Staaten Ecuador und Bolivien genannt, die in ihren jüngsten Verfassungsreformen buen vivir als Leitkonzept für eine nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung zum Wohl der Staatsbürger eingeschrieben haben. Statt einem Ideal von ungebremstem Wirtschaftswachstum zu folgen, wird u.a. die Wichtigkeit sozialer, kultureller, ethischer und ökologischer Werte, die jedem einzelnen Mitglied einer (Welt-) Gesellschaft ein gutes Leben ermöglichen können, betont, so Alberto Acosta, einer der Fürsprecher des Konzeptes (2009, ebenso Acosta 2010: 11f.). Dementsprechend wird eine Umformung hin zu einer sozialen und solidarischen Wirtschaftsform gefordert, die u.a. mit einer Verbesserung von Arbeitsbedingungen einhergeht und Fortschritt nicht an den monetären Gewinnen, sondern an den sozialen Errungenschaften für die gesamte Gesellschaft misst. In Bezug auf lateinamerikanische Staaten ist hier deutlich der Wunsch nach wirtschaftlicher und kultureller De-Kolonialisierung zu erkennen, da Länder wie Ecuador und Bolivien weiterhin in wirtschaftlicher Abhängigkeit von Europa und Nordamerika stehen.
Das Konzept buen vivir wird inzwischen auch in Deutschland diskutiert, fällt es doch auf einen fruchtbaren Boden. Denn auch hier suchen verschiedenste Interessensgruppen nach neuen Modellen des sozialen und wirtschaftlichen Zusammenlebens. In der Ringvorlesung werden die unterschiedlichen regionalen Diskurse (Europa und Lateinamerika) präsentiert und in Verbindung gebracht.
 

 


Sommersemester 2014:

Klimawandel und Umweltdiskurse in Lateinamerika (Ringvorlesung)

Moderation & Organisation: Dr. Antje Gunsenheimer & Dr. Monika Wehrheim
Ort: Hörsaal XII (donnerstags, 18-20 Uhr)

Angesichts der zum Ende des Jahres 2014 in Lima stattfindenden Klimakonferenz der Vereinten Nationen startet das Interdisziplinäre Lateinamerika-Zentrum der Universität Bonn eine Reihe von Vorträgen zur Diskussion des Klimawandels in lateinamerikanischen Gesellschaften. In der Auftaktveranstaltung am 24. April, um 18 Uhr c.t., führt Hanna Hoffmann (United Nations, UNFCCC SBSTA Focal Point) in den aktuellen Stand der Debatten im Klimaprozess ein. Es folgen Beiträge aus der Philosophie, Romanistik, Rechtswissenschaft, Kulturwissenschaft, Ethnologie und Archäologie.

 


Wintersemester 2013/2014:

Jenseits symbolischer Bedeutungssysteme - Materialität und Mobilität von Kultur (Seminar)
Dozentin: Dr. Eva Youkhana
Ort: Institut für Altamerikanistik, Oxfordstr. 15 (Mi. 10-12 Uhr)

In den letzten Jahren haben die Kulturtheorien im Spannungsfeld von post-strukturalistischen Perspektiven einen Transformationsprozess durchgemacht. Die Akteurs-Netzwerk-Theorie (ANT) entwickelte sich dabei zu einer anerkannten Betrachtungsweise und Methode, die versucht, Objekte in eine Handlungstheorie zu integrieren (z.B. in den Medienwissenschaften).

Zunächst werden Theorien vorgestellt, die materielle Kultur nicht nur als Repräsentationen der Wirklichkeit in symbolischen Bedeutungssystemen sehen, sondern als sozialintegrative Kraft mit handlungsmächtigen Subjekten und Objekten verstehen. Hierzu werden Texte von bekannten Raum-, Materialitäts- und Sozialtheoretikern (z.B. Lefebvre, Gell, Miller, Latour, Urry etc.) erarbeitet. Danach werden die ‚neuen‘ Zugriffsweisen am Beispiel von Untersuchungen in der Migrations-, Stadt- und Entwicklungsforschung zu Lateinamerika geprüft.

 

Narcotráfico y narcocultura en América Latina (Ringvorlesung)

Moderation und Organisation: Dr. Monika Wehrheim und Dr. Antje Gunsenheimer

(Do. 18-20 Uhr)

Drogenhandel in Lateinamerika ist weit mehr als der Handel mit einer illegalen Ware. Offensichtlich haben die Aktivitäten der narcotraficantes Konsequenzen für die Staaten, in denen sie ihr Geschäft betreiben. Die Zivilgesellschaft ist bedroht, Politiker und Polizei scheinen auf verlorenem Posten zu stehen oder sind von den Kartellen gekauft. In Mexiko wechselte eine ganze Polizeieinheit die Fronten und ging im berüchtigten Kartell der Zetas auf. In der Politikwissenschaft macht in diesem Zusammenhang das Schlagwort vom failed state die Runde. Aber, der narcotráfico geht einher mit der Herausbildung einer ganz eigenen Kultur, der narcocultura, die einerseits die Gewalt- und Kriminalitätsphänomene kritisch reflektiert, andererseits z.B. in narcocorridos zu einer Verherrlichung und Heroisierung der Drogenbosse beiträgt.
In der gemeinsam von Romanistik und Altamerikanistik organisierten Ringvorlesung wollen wir die vielseitigen Aspekte der lateinamerikanischen Drogenproblematik aus interdisziplinärer Perspektive beleuchten. Vorträge aus Ethnologie, Politologie, Soziologie, Altamerikanistik, Religionswissenschaft sowie Kultur- und Literaturwissenschaften entwickeln je eigene Fragestellungen und geben zudem einen Einblick in unterschiedliche wissenschaftliche Analysemethoden und Vortragspraktiken.
 

 

 


Wintersemester 2012/2013:

(Trans)kulturelle Dynamiken in den Migrationsbewegungen

Dozentin: Eva Youkhana
Ort: Institut für Altamerikanistik

In dem Seminar werden Kontinuitäten und Brüche von Zugehörigkeit und Identität seit der Kolonialzeit anhand ausgewählter Themen diskutiert und ihren verschiedenen Ausdruckformen und Performationen besprochen. Dabei steht die Begriffe der Transkulturation und travelling concepts, mit dessen Hilfe sich die Ethnologie Themen der Mobilität von Menschen, Ideen, Technologien und Waren und ihren Einfluss auf die kulturellen Dynamiken annähern, im Mittelpunkt. Als Fallbeispiele werden Themen bis in die Kolonialzeit bearbeitet. Alle Beispiele implizieren einen raumsensiblen Ansatz.

Tutorium: Lateinamerikanische Kulturproduktionen im translokalen Raum
Dozentin: Lara Jüssen
Ort: Institut für Altamerikanistik

Das Tutorium ist ein Lektürekurs in dem Literatur zu kulturellen und sozialen Prakikten in ihrer Dynamik zwischen lateinamerikanischen ländlichen, städtischen und translokalen Räumen Betrachtung finden. Ausgehend von der Frage "Was ist Kulturproduktion?" werden theoretische Grundlagen sowie praktische Anwendungsbeispiele berücksichtigt.


Sommersemester 2012:

Grundlagen der empirischen Sozialforschung und Feldforschungs-methoden (Einführungsseminar)

Dozentin: Eva Youkhana
Ort: Abteilung für Altamerikanistik

 


Wintersemester 2011/2012:

Restoration Ecology (Seminar)

Dozenten: H. J. Boehmer & A. Khamzina

This course gives an introduction to the concept of ecosystem services and fundamentals of restoration (agro)ecology. It aims at discussing the theoretical background and case studies of various natural and land-use systems by means of recent publications and by conducting small projects. 

 


Sommersemester 2011:

Grundlagen der empirischen Sozialforschung und Feldforschungs-methoden (Einführungsseminar)

Dozentin: Eva Youkhana
Ort: Abteilung für Altamerikanistik

 


Wintersemester 2010/2011:

Restoration Ecology (Seminar)

Dozenten: H. J. Boehmer & A. Khamzina

This course gives an introduction to the concept of ecosystem services and fundamentals of restoration (agro)ecology. It aims at discussing the theoretical background and case studies of various natural and land-use systems by means of recent publications and by conducting small projects.

 


Wintersemester 2008/2009:

Lateinamerika im Fokus der internationalen Umweltpolitik (Hauptseminar)

Dozenten: H.-J. Böhmer. N. Grube et al.
Ort: ZEF, Erdgeschoss, rechter Konferenzraum

 

Die internationalen Anstrengungen im Bereich der Umweltpolitik haben in den 90er Jahren mit wichtigen Weltkonferenzen (u.a. Rio 1992, Kyoto 1997) sowie verbindlichen Abkommen starke Impulse erhalten. Zugleich sind aber dabei regionalspezifische Umweltprobleme von globaler Dimension, z.B. die Abholzung der Regenwälder, Ausrottung seltener Tier- und Pflanzenarten, Zerstörung von Ökosystemen eher in den Hintergrund gerückt. Im Seminar soll aus interdisziplinärer Sicht am Beispiel Lateinamerikas die komplexe Wechselwirkung umweltpolitischer Entscheidungen und Entwicklungen untersucht werden.

 


Wintersemester 2007/2008:

Die Wälder Lateinamerikas im Global Change - Dynamik, Wahrnehmung, Erhaltung (Hauptseminar)

Ort: ZEF, Erdgeschoss, rechter Konferenzraum

  • Die natürliche Bewaldung Lateinamerikas
  • Anthropogene Beeinflussung der Wälder (verschiedene Epochen/Faktoren)
  • Wahrnehmung der Wälder
  • Erhaltung der Wälder

 


 

Sommersemester 2007:

Von der Natur zur Ressource - Paradigmen des Naturschutzes in Lateinamerika (Hauptseminar)

Ort: ZEF (Zentrum für Entwicklungsforschung), Walter-Flex-Straße 3, Erdgeschoss

 


 

Wintersemester 2006/2007:

Landrechte und Ressourcennutzung in Lateinamerika (Ringvorlesung)

Ort: HS VIII, Hauptgebäude

  • "Probleme der nachhaltigen Wassernutzung in Mexiko", Karl-Rainer Nippes, freier Consultant
  • "La Metáfora de la Mama Grande entre poder y fantasía. Un acercamiento a la realidad latinoamericana de la tierra, desde la literatura de García Márquez.", Humberto Grimaldo Duran, Universidad Católica de Colombia
  • "Biodiversität und soziale Diversität - Ressourcenschutz in der Mâta Atlantica im Bundesstaat São Paulo (Brasilien)", Birgit Felinks, FH Anhalt & Jana Jahnke, Universität Köln
  • "Agrarreformen und Ejido in Mexiko – historische Perspektiven", Ute Schüren, FU Berlin
  • " Bodenpolitik, Bodenrecht und Raumordnung in der Entwicklungs-zusammenarbeit mit Lateinamerika", Stefan Rischar, KfW
  • "Indigene Landrechte und die Zahlung von Umweltdienstleistungen", Erwin Geuder-Jilg, freier Consultant
  • "Nachhaltige Landnutzung mit Jägern und Sammlerinnen im Osten Paraguays", Dagmar Schumann & Volker von Bremen, MISEREOR
  • "Societal relations with nature and the management of protected areas: The example of the Cape Horn Biosphere Reserve", Kurt Jax, UFZ Leipzig-Halle
  •  "Das Land denjenigen, die es bearbeiten und beschützen!" Erfahrungen kirchlicher Entwicklungsarbeit in der Unterstützung von Landkämpfen, Heinz Oelers, MISEREOR
  • "Rechtliche Fragen der Demarkierung von Indianerland", René Kuppe, Universität Wien
  • "Landkonflikte in Lateinamerika – Perspektiven zu einem Jahrhunderte alten Problem", Nikolai Grube, Universität Bonn

 


 

Sommersemester 2006:

Aktuelle Landkonflikte und Territorialität in Lateinamerika (Hauptseminar)

Ort: ZEF (Zentrum für Entwicklungsforschung), Walter-Flex-Straße 3, Erdgeschoss

 


 

Sommersemester 2005:

Lateinamerika! (Ringvorlesung)

Mittwoch von 17:15 - ca. 19 Uhr (incl. Diskussion)
Ort: Großer Hörsaal im Nees-Institut, Nussallee Nr. 4

  • "Die Entstehung Lateinamerikas. Von der Conquista bis zu den modernen Staaten“ – Prof. Dr. Prem, Altamerikanistik
  • "Herausforderungen für den Rechtsstaat in Lateinamerika" , Prof. Dr. Herdegen, Institut für Öffentliches Recht 
  • "Drogen und Entwicklung in Lateinamerika“ - Dipl.-Ing. Zoll, BMZ
  • "Entwicklungszusammenarbeit mit Lateinamerika aus kirchlicher Sicht“, Dr. Spelthahn, Adveniat
  • "Biologische Invasionen, Störungsregime und Biodiversität in Feuerland“ - Prof. Dr. Böhmer, Geographie
  • "Das Lateinamerikazentrum der Universität Bonn - Quo vadit?" - Prof. Dr. Vlek, ZEF
  • „Befreiungstheologie im Meinungsstreit“- Prof. Müller, Bischof von Regensburg
  • "Biodiversität Lateinamerikas„- Prof. Dr. Barthlott, Nees-Institut Botanik
  • "Gegen Armut und Ausgrenzung in Peru - der theologische Denker Gustavo Gutiérrez“ - Prof. Dr. Schulz, Katholische Theologie
  • "Ordnung und Chaos: Der Regenwald in der Kosmologie der Maya“ - Prof. Dr. Grube, Altamerikanistik
  • "Macht der Grenzen, Grenzen der Macht: Mexiko – USA“ - Dr. Maihold, Stiftung Wissenschaft und Politik
  • „Lateinamerika – unser Partner für akademische Kooperation (Arbeitstitel)“ - Prof. Huber, Vizepräsident des DAAD

 

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