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Aktuelle Lehrveranstaltungen

Wintersemester 2017/18:

Geschlechterkonstruktionen in den Amerikas

 

Beginn: 25.10.2017

Hörsaal: VIII

Organisation: Dr. Antje Gunsenheimer (Altamerikanistik) und Dr. Monika Wehrheim (Romanistik) in Kooperation mir dem ILZ.

 

Geschlechterrollen und Rollenbilder wurden in der europäischen Vergangenheit Männern und Frauen als von Natur-gegeben zugeschrieben. Heutige kulturwissenschaftliche und naturwissenschaftliche Forschungen zeigen wie vermeintliche biologische Geschlechts-eigenschaften sozial konstruiert, vorgelebt und perpetuiert werden. Die Ringvorlesung widmet sich diesem Thema, indem sie den Blick öffnet für außereuropäische Gesellschaften und ihren Umgang mit der Konstruktion von Geschlecht.  Das Thema wird zunächst auf theoretischer und forschungsgeschichtlicher Perspektive aufgegriffen. Die folgenden Bei-träge behandeln anhand ausgewählter regionaler und epochaler Beispiele den konstruierten Charakter von Geschlechterrollen und Rollenzuschreibungen. Der Doppelkontinent der Amerikas bietet hierzu ein attraktives „Studienfeld“, weil dort nicht-europäische und europäische Vorstelllungen im Verlauf der Eroberung und Kolonialisierung ‚kollidierten‘, was zum Teil zu erzwungenen Umformungen führte, die sich heute unter anderen Regimen anders formieren und präsentieren können.

Das Programm zur Ringvorlesung finden Sie unter folgendem Link:

https://www.iae.uni-bonn.de/Vortragsreihen/dokumente-veranstaltungen/interdisziplinaere-ringvorlesung-geschlechterkonstruktionen-in-den-amerikas

Sommersemester 2017:

Digitale Kultur in Lateinamerika
In der Vorlesungsreihe "Lateinamerikanische Perspektiven

 

Der Eintritt ist frei.
Organisation: ILZ (ausgeschrieben) und VHS Bonn
Ansprechpartnerin: Dr. Antje Gunsenheimer

  • Montag, 24. April 2017, 18.15 Uhr in der Abteilung für Altamerikanistik, Oxfordstraße 15, 1. OG

Dr. Christian Prager und Katja Diederichs

Mayahieriglyphen im digitalen Zeitalter - Das Bonner Mayawörterbuch-Projekt

2014 nahm die Arbeitsstelle "Textdatenbank und Wörterbuch des Klassischen Maya" der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn ihre Arbeit auf. Ziel des Langzeitprojekts (2014-2028) ist zum einen die Erforschung der erst teilweise entzifferten Hieroglyphenschrift der vorspanischen Mayakultur. Zum anderen steht der Aufbau eines digitalen Wörterbuches sowie einer korpusbasierten Datenbank des klassischen Maya im Mittelpunkt des Forschungsvorhabens.
Der promovierte Altamerikanist und Ethnologe mit Schwerpunkt Mayaschriftforschung Dr. Christian Prager koordiniert das Forschungsprojekt. Katja Diederichs ist für den Bereich Digital Humanities im Projekt zuständig und studierte Linguistik sowie spachliche und kulturwissenschaftliche Informationsverarbeitung an der Universität Köln. Die Referenten gehen auf die fach- und informationswissenschaftlichen Voraussetzungen, Herausforderungen und Möglichkeiten ein und zeigen Wege in eine digitale Altertumskunde auf.

  • Montag, 08. Mai 2017, 18.15 Uhr in der Abteilung für Altamerikanistik, Oxfordstraße 15, 1.OG

Verena Landes

Soziale Medien in Guatemala - Neue Chancen der politischen Patizipation?

Die Berichterstattung über Guatemala in der Weltpresse war in den vergangenen Jahrzenten nahezu durchgehend negativ. Umso mehr überraschte das zentralamerikanische Land 2015 die Öffentlichkeit: Die breiten Protestaktionen stünden für eine "friedliche Revolution", ein "zweiter guatemaltekischer Frühling" sei eingeleitet worden. Monatelang galt dieser demokratische Prozess als Vorbild in der Region.
Der gewaltfreie Kampf der guatemaltekischen Bevölkerung gegen Korruption und die damalige Regierung bewirkte Rücktritt und Inhaftierung von Ex-Präsident Otto Pérez Molina und machte den Weg frei für Neuwahlen. Guatemaltekinnen und Guatemalteken aus aller Welt tauschten sich in dieser Zeit intensiv in den Sozialen Medien aus. Posts, Tweets, Fotos und Videos zu Veranstaltungen, Hintergründen und neuesten Ereignissen verbreiteteten sich viral über das Internet.
Verena Lucía Landes ist Absolventin der Politischen Wissenschaften der Universität Bonn. Sie analysiert das Thema der Sozialen Medien im gesamtgesellschaftlichen Kontext des Landes und gibt einen Ausblick auf die Chancen und Risiken für die guatemaltekische Zivilgesellschaft.

 


Wintersemester 2016/17:

Facetten des Bösen – lateinamerikanische Erfahrungen
Interdisziplinäre Ringvorlesung des ILZ
 

Beginn: 02.11.2016, Mittwochs, 18 - 20 Uhr
Hörsaal: III
Organisation: Dr. Antje Gunsenheimer, Prof. Dr. Michael Schulz, Dr. Monika Wehrheim

Das Böse hat viele Facetten, Gesichter, Fratzen und Formen. Lateinamerika ist ein Kontinent mit vielfältigen Erfahrungen des Bösen - in seiner Geschichte und Gegenwart: Gewaltherrschaft in präkolumbianischen Imperien, Brutalität der Eroberung, soziale und ökonomische Verwerfungen, ethnische Konflikte, Diktaturen, Guerilla, Drogenkriege, Korruption, Umweltzerstörung, etc. Will man die Varianten des Bösen wissenschaftlich erforschen und aufarbeiten, empfiehlt sich ein interdisziplinärer Ansatz, der deshalb in der Ringvorlesung mit Vortragenden aus unterschiedlichen Disziplinen aufgegriffen wird.

Vortragsliste folgt

 

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