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Aktuelle Lehrveranstaltungen

 Ringvorlesung im WS 2018/19

"Zur Ambivalenz unseres Nachhaltigkeitsverständnisses: Lateinamerikanische Perspektiven"

RV_01819

 

Organisation: ILZ, VHS Bonn, Ibero - Club Bonn, Abteilung für Romanistik der Universität Bonn, Abteilung für Altamerikanistik der Universität Bonn

Ansprechpartnerinnen: Dr. Antje Gunsenheimer, Dr. Monika Wehrheim

Beginn: 11.10.2018, Donnerstags, 18 - 20 Uhr

Hörsaal: IX

In unserer heutigen vernetzten Welt müssen nachhaltige Produktions- und Konsumweisen zunehmend global gedacht werden. Produkte lateinamerikanischen Ursprungs sind ein fester Bestandteil der alltäglichen Konsumkultur in Deutschland geworden, denkt man an Mais, Quinoa, Amaranth, Kakao und viele andere Produkte. Ein Blick auf die Produktionsseite wirft jedoch die Frage nach der Zukunftsfähigkeit dieses Konsumverhaltens auf. Dabei reicht es nicht aus, nur die gegenwärtige Situation zu betrachten, denn sowohl unsere Handelsstrukturen wie auch unser Verständnis von Nachhaltigkeit sind historisch von einem europäischen Standpunkt aus bestimmt.

Vor diesem Hintergrund greift die interdisziplinäre Ringvorlesung zwei Perspektiven auf das Thema „Nachhaltigkeit“ im Zusammenhang mit Lateinamerika auf. Wir betrachten einmal den Umgang mit natürlichen Ressourcen in Lateinamerika in archäologischer und historischer Perspektive und suchen dabei der Frage nachzugehen, wie Nachhaltigkeit in früheren Epochen verstanden wurde und, zu welchen ambivalenten Entwicklungen dies führte.

Zum Anderer richtet sich unser Blick auf heutige ungleiche Handels- und Konsumstrukturen, die weiterhin von den Ländern des globalen Südens den Raubbau an eigenen Ressourcen verlangen, während der globale Norden von günstigen Rohstoffen profitiert. Ambivalent ist dabei, dass nicht alles, was wir hier als Konsumenten unter „nachhaltiger“ Produktion verstehen, vor Ort in den eigentlichen Produktionskontexten tatsächlich zu einer nachhaltigen Entwicklung führt (z.B. Quinoa-Anbau). Hingegen widersprechen politische Überlegungen wie z.B. die Genehmigung von Kinderarbeit in Bolivien unserem Verständnis von Nachhaltigkeit.

Es handelt sich um eine öffentliche Veranstaltung

Den Flyer zum Programm der Ringvorlesung finden Sie hier.


Ringvorlesung im Wintersemester 2017/18:

Geschlechterkonstruktionen in den Amerikas

 

Beginn: 25.10.2017, Mittwochs, 18 - 20 Uhr

Hörsaal: VIII

Organisation: Dr. Antje Gunsenheimer (Altamerikanistik) und Dr. Monika Wehrheim (Romanistik) in Kooperation mir dem ILZ.

 

Geschlechterrollen und Rollenbilder wurden in der europäischen Vergangenheit Männern und Frauen als von Natur-gegeben zugeschrieben. Heutige kulturwissenschaftliche und naturwissenschaftliche Forschungen zeigen wie vermeintliche biologische Geschlechts-eigenschaften sozial konstruiert, vorgelebt und perpetuiert werden. Die Ringvorlesung widmet sich diesem Thema, indem sie den Blick öffnet für außereuropäische Gesellschaften und ihren Umgang mit der Konstruktion von Geschlecht.  Das Thema wird zunächst auf theoretischer und forschungsgeschichtlicher Perspektive aufgegriffen. Die folgenden Bei-träge behandeln anhand ausgewählter regionaler und epochaler Beispiele den konstruierten Charakter von Geschlechterrollen und Rollenzuschreibungen. Der Doppelkontinent der Amerikas bietet hierzu ein attraktives „Studienfeld“, weil dort nicht-europäische und europäische Vorstelllungen im Verlauf der Eroberung und Kolonialisierung ‚kollidierten‘, was zum Teil zu erzwungenen Umformungen führte, die sich heute unter anderen Regimen anders formieren und präsentieren können.


RV17 Geschlechterkonstruktionen

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