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XX. Mesoamerikanistentagung
20.-22. Januar 2017


Die XX. Mesoamerikanistik-Tagung wird vom Rautenstrauch-Joest-Museum – Kulturen der Welt in Köln (RJM), dem Interdisziplinären Lateinamerikazentrum (ILZ) und von der Abteilung für Altamerikanistik der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn ausgerichtet.

Am Freitag, den 20. Januar 2017, findet begleitend zur Sonderausstellung „Pilgern – Sehnsucht nach Glück?“ im Forum des Rautenstrauch-Joest-Museums (RJM) ein Panel zum Thema „Pilgern“ aus der Perspektive Mesoamerikas unter Berücksichtigung archäologisch, epigraphisch und/oder historisch, linguistisch, kunstgeschichtlich nachweisbarer Pilgerstätten und -riten sowie aktueller Pilgerschaften statt.

Am Samstag und Sonntag, den 21. und 22. Januar 2017, werden in den Räumen der Abteilung für Altamerikanistik aktuelle Forschungsvorhaben aus dem gesamten Spektrum der Mesoamerikanistik vorgetragen. Als Begleitprogramm bieten wir - neben der Gelegenheit zum Austausch bei gemeinsamen Essen - den Besuch der Teobert-Maler-Ausstellung in der Bonner Altamerika Sammlung an.

Beitragsvorschläge für Vorträge zu beiden Veranstaltungsteile können bis zum 20.12. eingereicht werden. Weitere Informationen zur geplanten Tagung sowie zum Call for Papers finden Sie hier.


Facetten des Bösen – lateinamerikanische Erfahrungen
Interdisziplinäre Ringvorlesung des ILZ

Beginn: 02.11.2016, Mittwochs, 18 - 20 Uhr
(Achtung: geändert!) Hörsaal: IX
Organisation: Dr. Antje Gunsenheimer, Prof. Dr. Michael Schulz, Dr. Monika Wehrheim

Das Böse hat viele Facetten, Gesichter, Fratzen und Formen. Lateinamerika ist ein Kontinent mit vielfältigen Erfahrungen des Bösen - in seiner Geschichte und Gegenwart: Gewaltherrschaft in präkolumbianischen Imperien, Brutalität der Eroberung, soziale und ökonomische Verwerfungen, ethnische Konflikte, Diktaturen, Guerilla, Drogenkriege, Korruption, Umweltzerstörung, etc. Will man die Varianten des Bösen wissenschaftlich erforschen und aufarbeiten, empfiehlt sich ein interdisziplinärer Ansatz, der deshalb in der Ringvorlesung mit Vortragenden aus unterschiedlichen Disziplinen aufgegriffen wird.

Achtung: Die Ringvorlesung wurde aufgrund der großen Teilnehmerzahl in den Hörsaal IX verlegt. Nur die Vorträge am 09.11. und am 23.11. finden in Hörsaal III statt.

Hier das aktualisierte Programm:

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"Flucht und Migration in Lateinamerika"
In der Vorlesungsreihe Lateinamerikanische Perspektiven

Der Eintritt ist frei.
Organisation: ILZ (ausgeschrieben) und VHS Bonn
Ansprechpartnerin: Dr. Antje Gunsenheimer

  • Montag, 26. September 2016, 18:15 Uhr, Abteilung für Altamerikanistik, Oxfordstr. 15, 1. OG

PD Dr. Eva Kalny
Migration in und aus Zentralamerika: Ursachen, Charakteristika und Folgen

Ähnlich wie in Europa ist auch in den USA Migration ein zentrales Thema in Wahlkämpfen und nationaler Politik. Über die große Anzahl zentral-amerikanischer Minderjähriger, die im Sommer 2014 in den USA ohne ihre Familien ankamen, wurde auch in den europäischen Medien berichtet. Der Vortrag zeigt die Gründe dieser Migrations- und Fluchtbewegungen auf und setzt sie in historischen und regionalen Kontext.

 

  • Montag, 14. November 2016, 18.15 Uhr, Zentrum für Entwicklungsforschung, Walter-Flex-Straße 3

Prof. Dr. Eva Youkhana
Lateinamerikanische Migration nach Spanien

Die wirtschaftliche Krise in Europa trifft Spanien und damit auch seine Einwanderer besonders hart, denn sie sind in mehrfacher Weise, durch Arbeitslosigkeit, verschärfte Einwanderungsgesetze, die Auswirklungen der Hypothekenkrise, Rasismus und Xenophobie betroffen. Entgegen gängiger Diskurse, die Migrantinnen und Migranten häufig auf ihre Rolle als Opfer und passive Empfänger von Integrations-, Armutsbekämpfungs- und Abschottungsmaßnahmen reduziert, stellt Prof. Dr. Eva Youkhana die persönlichen Initiativen, Alltagspraktiken und Aushandlungsprozesse von Migrantinnen und Migranten an ausgewählten Orten im Einwanderungsland vor.

 

  • Dienstag, 22. November 2016, 18.15 Uhr, Haus der Bildung, Mülheimer Platz 1

Prof. Dr. Nikolai Grube
Flucht und Migration im vorspanischen Amerika - Archäologie und ethnohistorische Quellen

Flucht und Migration haben schon das Leben der Menschen in der vorspanischen Zeit geprägt. Die durch Klimawandel veränderten Lebensbedingungen, Kriege, Naturkatastrophen, aber auch ökonomische Zwänge haben Menschen im Alten Amerika veranlasst, ihre ursprünglichen Wohngebiete aufzugeben und zum Teil über sehr große Distanzen zu fliehen um sich eine neue Heimat zu suchen.
Der in Deutschland führende Maya-Experte Prof. Dr. Nikolai Grube (Abteilung für Altamerikanistik der Universität Bonn) gibt einen Überblick über die Auslöser von Migrationsbewegungen. Als Grundlage dienen dazu Hinweise aus kolonialzeitlichen Schriftquellen, aus Texten und Inschriften der vorspanischen Zeit , archäologischen Befunden und sogar sprachwissenschaftlichen Daten.

 

  • Montag, 28. November 2016, 18.15 Uhr, Haus der Bildung, Mülheimer Platz 1

Lena Voigtländer
Así no se puede vivir - Interne Vertriebene in El Salvador

El Salvador zählt mit seiner extrem hohen Mordrate zu den gefährlichsten Ländern der Welt. Im kleinsten land Mittelamerikas können sich die Strukturen der organisierten Kriminalität nicht verstecken, die in fast allen Teilden des Landes territoriale Kontrolle ausüben. Personen und Familien, die von ihnen bedroht werden, müssen sich verstecken und ständig umziehen. Bisher begegneten die verschiedene Regierungen dem Phänomen vor allem mit Repression und Militarisierung. Sie taten wenig, um die ökonomischen, sozialen, politischen Umgleichheiten zu verändern, die der Gewalt zugrundeliegen. Die aktuelle Regierung hat das Problem der internen Vertriebenen anerkannt - jetzt müssen Taten folgen.
Lena Voigtländer ist Doktorantin an der Universität Bonn in der Abteilung Altamerikanistik. Sie stellt das Thema in seinem historischen Kontext dar und schildert die aktuelle Situation.

 

  • Montag, 12. Dezember 2016, 18:15 Uhr, Abteilung für Altamerikanistik, Oxfordstr. 15, 1. OG

Eric Javier Bejarano Vargas
Das Zuhause auf der Schulter - Gewaltsame Vertreibung in Kolumbien

Mehr als fünf Jahrzehnte dauerte der bewaffnete Konflikt in Kolumbien. Er forderte unzählige Opfer, darunter Millionen von Vertriebenen, die ihr Land aufgrund der Gewaltausübung von bewaffneten Akteueren verließen. Ganze Familien mussten ihr Hab und Gut einpacken, sozusagen ihr Haus auf die Schulter binden, und einen Weg ohne sicheres Ziel einschlagen.
Eric Bejarano ist Sozialanthropologe und promoviert derzeit in Geschichte Lateinamerikas an der Universität Bielefeld. Er arbeitet zu den Akteuren und Praktiken in den Prozessen und Szenarien der sozio-politischen Verhandlungen von 1984-1994 in Kolumbien.


Vielfältiger Protest / Sichtbare Teilhabe
– Studentische Posterausstellung in der Bonner Altamerika-Sammlung (BASA)

Ab Dienstag, den 19. April, ist die Ausstellung 'Vielfältiger Protest / Sichtbare Teilhabe' in der Bonner Altamerika-Sammlung (BASA) zu besichtigen. Gezeigt werden studentische Poster, die sich vielfältig – in Wort und Bild – mit den Themen Protest und Teilhabe auseinandersetzen.
Ganz bewusst deckt die Ausstellung ein möglichst breites Spektrum ab und reduziert sich nicht auf 'Klassiker' wie linker oder Umweltprotest : Die Besetzung des Hambacher Forst im Rheinland, kontinentale Kinderrechtsbewegungen, indigener Protest in Peru oder Pegida und die Medien sind nur einige Beispiele.

Die Poster sind im Rahmen des Masterseminars 'Partizipation &Widerstand' entstanden. Die Studierenden beschäftigten sich selbstständig mit verschiedenen Aspekten von Protest und politischer Teilhabe. In der Auseinandersetzung mit selbstgewählten Beispielen – historischen und aktuellen, lokalen bis transnationalen, urbanen und ländlichen – entstanden visuelle Darstellungen, die die Vielfalt der Themenwelten der Protestforschung und der studentischen Interessen abbilden.

Infos zur BASA: https://www.altamerikasammlung.uni-bonn.de/besucherinformation

 

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